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Mit diesen Tipps bleibt der Kontakt mit den Eltern erhalten
Große Gefühle

Was tun, wenn die Eltern schwierig werden? 10 Tipps für den guten Kontakt zu den Eltern

Schon Kleinigkeiten führen manchmal dazu, dass bestimmte Situationen eskalieren. In manchen Fällen für diese Auseinandersetzungen gar zum völligen Kontaktabbruch. Doch es sind teils schon kleine Schritte, die für ein harmonisches Familienleben sorgen. Diese 10 Tipps helfen, Stress im Familienleben zu vermeiden und einen guten Kontakt zu den Eltern zu pflegen.

1. Ursachen identifizieren

Die unterschiedlichsten Faktoren tragen dazu bei, den eigenen Adrenalinpegel in die Höhe schnellen zu lassen. Als erster Schritt zu einem entspannten Familienleben hilft es, genau diese Stressfaktoren zu identifizieren. Beobachtet euch doch mal eine Woche lang und notiert euch die Situationen, die ihr als sehr negativ und stressig empfindet. Euch fällt bestimmt einiges auf, das ihr schnell und einfach ändern könnt, um mehr Entspannung in den Alltag zu bringen.

2. Die Eltern verstehen lernen

Um einen guten Kontakt zu den Eltern zu pflegen, müssen wir unsere Eltern sehen, wie sie sind und sowohl ihre Stärken als auch Schwächen kennen. So können wir verstehen, weshalb sie so sind und sie sich teils gegenüber uns so verhalten. Und das alles führt dazu, dass wir ihnen ihre Fehler verzeihen und ein harmonisches Verhältnis sowie einen guten und vertrauensvollen Kontakt aufbauen können.

3. Stabilen Kontakt sicherstellen

Gemeinsame Erlebnisse tragen zu einer guten Bindung bei. Dazu zählen bereits die kleinsten Dinge. Am besten eignen sich kleine Rituale, die regelmäßig wiederholt werden.

4. Was, wenn die Eltern getrennt leben?

Wenn die Familie zerbricht, reagieren Kinder meist mit traurigem Schweigen. Oft können Kinder von getrennt lebenden Eltern wie aus dem nichts eine Ablehnung gegen einen Elternteil entwickeln. Die gemeinsame Elternverantwortung sollte daher oberste Priorität haben, damit es gar nicht erst soweit kommt.

5. Trennung als Neubeginn verstehen

Zur Toleranz gehört es auch, den Erziehungsstil des jeweils anderen zu akzeptieren. Das ist wichtig, wenn die Kinder abwechselnd bei Mutter und Vater leben, die sich die Erziehung teilen. Die Trennung ist oft für alle Familienmitglieder schwierig. Deshalb sollte man sie als einen Neubeginn zu verstehen.

6. So bleibt das Verhältnis harmonisch

Hier ist es besonders an den Eltern, die richtigen Weichen zu stellen und gerade in den Augenblicken, in denen mal wieder die Funken sprühen, den Ball flach zu halten und die Gelassenheit aufzubringen, Konfliktsituationen einfach auszuhalten. Außerdem sollten auch die Eltern beim Streiten ruhig ihre Gefühle offen und genau ausdrücken dürfen.

7. Verbundenheit leben

Beziehungspflege zwischen Eltern und Kindern muss nicht immer nur über Kommunikation funktionieren: Gemütlich zusammen zu sitzen, vielleicht einen Film zusammen anzuschauen, spazieren zu gehen oder gemeinsam einzukaufen, kann schon erheblich Spannungen abbauen und mehr Nähe schaffen. Man kann Beziehung auch über wenig Worte leben.

8. Kontaktabbruch – wie kommt es überhaupt dazu?

Woran liegt es, wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen? Meist fühlen sie sich so bedrängt, so verlassen und so überfordert, dass sie einfach nicht im Kontakt bleiben können - es sei denn, sie verlieren sich selber.

9. Gibt es ein zurück?

Durch Abstand kann Heilung geschehen. So unwahrscheinlich es uns auch erscheinen mag, wir können erst loslassen und besser mit der Trennung umgehen, wenn wir jeglichen Kontakt meiden. Ob es dann wieder zu einer Annäherung kommt, entscheidet jede Familie für sich.

10. Meist sind es die Väter

Viele Eltern - meistens Väter - die von ihren Kindern getrennt leben, machen die Erfahrung, dass ihre Kinder sie ablehnen, beschimpfen und den Kontakt schließlich vollständig abbrechen. Manche sehen ihre Kinder jahrelang nicht wieder, obwohl vor der Trennung eine ganz normale Eltern-Kind-Beziehung bestanden hat.

Auch in Katja Maybachs Roman „Die Nacht der Frauen“ spielt die Beziehung zu dem Vater ein große Rolle: Zwanzig Jahre nachdem sie ihre Heimatstadt fluchtartig verlassen hat, kehrt Dalia Rheinberg nach Wien zurück. Eigentlich hatte sie ihren Vater nie wiedersehen wollen, lastet sie ihm doch den Selbstmord ihrer Mutter an. Doch als er schwer krank in eine Klinik eingeliefert wird, erklärt sie sich bereit, für ihn einige wichtige Firmenunterlagen zusammenzusuchen. Noch ahnt sie nicht, was sie finden wird - das Dokument einer dramatischen Nacht, zugleich Beweis für eine unerfüllte Liebe und Zeugnis einer großen Freundschaft. Dalias Leben wird nie mehr sein wie zuvor.

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