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Italienische Hochzeit
Große Gefühle

7 Tipps für Deine italienische Hochzeit

Was könnte die italienische Lebenslust besser beschreiben als "La Dolce Vita" - Das süße Leben. Im Land von Pasta, Pizza und vor allem Amore werden Temperament, Genuss und die Liebe daher ganz groß geschrieben. Da verwundert es kaum, dass gerade italienische Hochzeiten mit viel Leidenschaft und geprägt von reichlich romantischen Traditionen gefeiert werden. Hier sind 7 Tipps, damit dein großer Tag einfach nur „perfetto“ wird.

1. Der italienische Heiratsantrag

Ein klassischer italienischer Heiratsantrag, wie er besonders im Süden Italiens praktiziert wird, erinnert an die berühmte Balkonszene aus Shakespeares Romanze "Romeo und Julia". Der Antrag des werbenden Bräutigams beginnt unter dem Fenster seiner Herzdame mit einem romantischen Ständchen - der Serenade. Öffnet seine Herzdame das Fenster und gibt dem zukünftigen Bräutigam ein Zeichen, so hat sie den Heiratsantrag damit angenommen. Bleibt das Fenster geschlossen, so kommt dies einer Ablehnung gleich. In anderen Gegenden ist es üblich, dass der Mann seiner Liebsten einen Holzklotz vor die Tür legt, um um ihre Hand anzuhalten. Holt die zukünftige Braut den Holzklotz ins Haus, nimmt sie damit den Heiratsantrag an, andernfalls stößt sie ihn von der Tür weg.

2. Die Trauung

Auch in Italien ist eine standesamtliche Trauung Voraussetzung für die Eheschließung. Da ein Großteil der italienischen Bevölkerung katholischen Glaubens ist, werden die meisten italienischen Hochzeiten durch die kirchliche Heirat gekrönt. Freie Trauungen an einem Ort außerhalb der Kirche oder des Standesamtes sind möglich, jedoch haben sie keine Rechtsgültigkeit und damit einen rein symbolischen Charakter.

3. Das Hochzeitsoutfit - Besonderheiten

Am Tag vor der Hochzeit trägt die Braut traditionsgemäß die Farbe grün, welche für die Fruchtbarkeit steht. Am Hochzeitstag selbst entscheidet sich die klassische italienische Braut jedoch für ein weißes Hochzeitskleid und einen Schleier, den sie als Symbol für ihre Unschuld über dem Gesicht trägt. Das Zerreißen des Schleiers soll dem Hochzeitspaar Glück bringen.

4. Das perfekte Styling

Bevor die Braut vor den Altar schreitet, muss sie erst einmal zur Braut werden. Die Verwandlung beginnt mit einem Termin beim Visagisten und Frisör. Sie wird vom Profi geschminkt und bekommt das Haar onduliert. Ganz zum Schluss steigt sie in ihr Brautkleid — meist ein Tüll-Traum in Weiß. Akribisch und oft ein bisschen kitschig inszeniert, wird dieses Prozedere per Foto und Video festgehalten, genau wie der Rest des großen Tages.

5. Der große Hochzeitstag

Natürlich gestaltet das Brautpaar seine Hochzeit heutzutage individuell nach seinen persönlichen Vorstellungen und Wünschen. Aber klassischerweise beginnt eine italienische Hochzeit bereits am Morgen mit der kirchlichen Trauung. Dabei übernimmt der Brautvater eine wichtige Rolle: Nachdem er in der Nacht vor der Hochzeit darauf Acht gegeben hat, dass Braut und Bräutigam sich nicht zu Gesicht bekommen, führt er seine geliebte Tochter am Hochzeitstag zur Kirche und überreicht sie dort dem glücklichen Bräutigam, der fortan für sie sorgen soll. Einem anderen Brauch zufolge geht das Brautpaar am Hochzeitstag gemeinsam zu Fuß zur Kirche. Die Bewohner der Städte legen dem Paar Hindernisse in den Weg, um zu prüfen, ob es in Zukunft auch "holprige" Situationen gemeinsam meistern wird.

6. Die italienische Hochzeitsfeier

Wenn die Hochzeitsgesellschaft im Anschluss an die Trauung die im Anschluss an der Festlocation angekommen ist, wird ein üppiges Festmahl aufgetischt. Gutes Essen wird in Italien groß geschrieben und so versteht es sich von selbst, dass bei der Hochzeit ausreichend Zeit für den Verzehr des ausgiebigen Menüs eingeplant wird. Ein Spanferkel oder ein gegrilltes Lamm gehören ebenso zum Hochzeitsmahl - welches zwischen 4 und 10 Gänge umfassen kann - wie Pasta sowie frisches Obst und Gemüse. Erst, wenn der letzte Gang serviert wurde, wird es Zeit für das Anschneiden der Hochzeitstorte. Abgeschlossen wird das Hochzeitsessen mit Kaffeespezialitäten und Likören. Gut gestärkt kann im Anschluss die Tanzfläche eröffnet werden - der Startschuss für eine ausgelassene Hochzeitsfeier! Gerade in Süditalien erheben sich die Gäste dann gerne zur Tarantella, einem Volkstanz zu schneller, traditioneller Musik. Direkt im Anschluss an die Hochzeit startet das Brautpaar in seine romantischen Flitterwochen.

7. Italienische Hochzeitsbräuche

Im Anschluss an die Hochzeitszeremonie wird dem frisch angetrauten Ehepaar eine Vase oder ein Glas überreicht. Das zerbrechliche Gefäß wird von den Frischvermählten zerschmettert, wobei die Anzahl der Scherben die Anzahl glücklicher Ehejahre symbolisiert.

Vom Küssen können die Italiener (gerade auf der Hochzeit) nicht genug bekommen. Mit dem Ausruf "Bacio!" fordern die Hochzeitsgäste das Brautpaar immer und immer wieder zum Kuss auf. Nur, wenn der Kuss auch intensiv genug war, geben sie sich zufrieden.

Um eine Hochzeit auf Italienisch und allem was dazu gehört, geht es auch in dem Roman „Nonna Lucia macht Urlaub“ von Andrea Russo: Julia steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Freund Marcello, als dessen geliebter Großvater stirbt. Auf der Trauerfeier in der Nähe von Neapel sorgt ein seltener schwarzer Schmetterling für Aufregung: Er lässt sich erst auf Julias Knie nieder und flattert dann zu Marcellos Bruder Antonio. Für die abergläubische Witwe Lucia ein klarer Fall: Julia hat sich den falschen Sohn ausgesucht. Kurzerhand beschließt sie mit Julia und Marcello nach Deutschland zu reisen. Und damit fangen Julias Probleme erst an. Denn Nonna Lucia hat sich vorgenommen, das junge Paar auseinander zu bringen…

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